Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen…

Eins gleich vorweg: Der Begriff Sommer ist für die momentane Jahreszeit in Bezug auf des Flugwetter eine absolute Farce. Vorteil: Ich musste mich nicht drüber ärgern, dass mein Frankreichurlaub mich drei potenzielle Flugwochenenden gekostet hat. Nachteil: Meine Ausbildung steht quasi auf der Stelle. Und nachdem mir aufgrund der Krankheit einer Kollegin auch noch drei freie Tage gestrichen wurden, hatte ich eigentlich schon vor, die Sportart zu wechseln. Doch Sonntag und Montag hatten die Wettergötter endlich ein Einsehen, und es ging wieder über die Wolken.
Doch nicht nur die Perleberger selbst machen in diesen Tagen den Luftraum unsicher. Zum zweiwöchigen Sommerlager ist die Fluggruppe des Jagdgeschwaders JG 71 „Richthofen“ auf dem hiesigen Flugplatz zu Gast. Das heißt, reichlich Flugbetrieb. So kam auch ich in zwei Tagen, die ich irgendwo zwischen Redaktionsstress und Schlechtwetter auf dem Platz verbringen konnte, zu fünf halbwegs vernünftigen Flügen. Allen gemein war, dass die Starts sehr gut geklappt haben. Langsames Wegsteigen vom Boden, gleichmäßiger Übergang in den Steigflug, Vorhalten bei Seitenwind – alles hat gepasst. Auch mein Fluglehrer schien damit soweit zufrieden zu sein, dass er die Übung „Windenstart“ im Ausbildungsnachweis als bestanden abgezeichnet hat. Doch auch die Flugeinteilung in der Platzrunde wird so langsam so, wie ich mir das vorstelle. Auch wenn die Landungen allesamt wieder nicht ganz so der Knaller waren, gibt mir das doch zumindest die Hoffnung, dass ich nicht völlig zu blöd zum Fliegen bin.
Den schönsten Flug bisher hier in der Brandenburgischen Provinz hatte ich dann am Montag, wo wir uns bei guten Verhältnissen 42 Minuten in der Luft halten konnten. Von Perleberg ging es Richtung Wittenberge, wo die Elbe mit ihren Mäanderschleifen schon einen Beeindruckenden Anblick abgibt. Dann wieder zurück zum Platz. Da wird dort noch reichlich Höhe hatten, ging es wieder mal zum Training abnormaler Flugzustände. Langsamflug war natürlich kein Thema, keine Ahnung, wieso ich das so gut kann… Meine düstere Vorahnung bestätigte sich, als Bernd hinten voll ins Seitenruder trat und den Bocian damit zum Trudeln brachte. Doch die mehrfache Übung in der letzten Saison zeigte Wirkung, da ich ohne groß zu Zögern ins entgegengesetzte Seitenruder trat, den Knüppel drückte und dann abfing. Spaß gemacht hats jedenfalls wieder ungemein.
Am Abend gabs dann noch das übliche Beisammensein am Lagerfeuer.

Ein Kommentar zu “Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen…

  1. Hi Lars,

    nett mal wieder was zu lesen.
    Du hast vergessen zu erwähnen, das Dir das Trudeln nicht unbekannt ist aufgrund der Initiative deines Ex-Fluglehrers Rolf, der dir nie verziehen hat das das mit dem Flugspiel nicht geklappt hat.

    *G*R*Ö*L*

    Ich seh die abartigen Flugzustände noch und auch Dein Gesicht nach der Landung 😉

    Grüße
    Thomas

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