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Who the f*ck is Lars Reinhold?

— wahrscheinlich jeder, der erstmals auf diesem Blog landet —

Geboren und aufgewachsen bin ich in Gera, Thüringen. Technik und Fliegerei haben mich immer interessiert, dennoch kam ich nie auf die Idee, dass es mehr geben könnte, als sich Flugzeuge in Museen anzuschauen. Eine falsch gestellte Weiche in meinem Leben führte mich zunächst zu der irrigen Annahme, ich müsste Offizier bei der Bundeswehr werden und dort an Flugzeugen rumschrauben. Das Gleis erwies sich aber nach bestandener Offizierbewerberprüfung aus gesundheitlichen Gründen als dead end, und so studierte ich ab 2005 Journalistik und Musikwissenschaft in Leipzig und Halle. 2012 schloss ich das Studium als Diplom-Journalist ab. Den rückblickend alles entscheidenden Dreh bekam mein Leben, als ich 2007 auf einem Autotreffen war und mir ein anderer Teilnehmer von seinen Erlebnissen als Segelflieger erzählte. Im Februar 2008 verschlug es mich erstmals auf den Flugplatz Taucha bei Leipzig, den ich zwei Stunden und einen unterschriebenen Aufnahmeantrag später mit dem festen Willen verließ, Segelflieger zu werden.

Meinen ersten Start absolvierte ich am 20.04. 2008 auf einem Janus B mit dem Kennzeichen D-2477. Obwohl ich so schnell wie möglich fertig werden wollte, sollte es bis zum 2. November 2014 dauern, bis mir ein Prüfer den Stempel „SPL-Prüfung“ ins Flugbuch knallen würde. Dann fiel ich in ein Loch. Mein erster Gedanke war nicht etwa „Mega, Bestanden!“, sondern „Und nun?“. So entstand die Idee mit den 100 Flügen auf 100 Plätzen, von denen ich inzwischen mehr als die Hälfte abgearbeitet habe.

Im September 2017 begann ich beim Kunstflugförderverein Aufschwung Ost mit der Kunstflugberechtigung, im Mai 2018 flog ich mein Prüfungsprogramm und durfte mich von nun an Segelkunstflieger nennen. Allerdings war dieser Schritt für mich viel mehr als ein Eintrag in der Pappe. Ich hatte damit meine wirkliche Passion gefunden!

Die Entscheidung, mein Berufsleben zwischen Notizblock, Kamera und Redaktionsschluss und nicht in Flecktarn zu verbringen, brachte mich Ende 2015 auch noch zum Traumjob. Nachdem ich vor, während und nach dem Studium als freier Journalist, Volontär, Redakteur und schließlich als stellvertretender Redaktionsleiter bei Tageszeitungen gearbeitet hatte, übernahm ich bei der Motor Presse Stuttgart die Leitung des General-Aviation-Magazins aerokurier. Seitdem kann ich als einer der ganz wenigen Menschen auf diesem Planeten behaupten, dass ich regelmäßig fürs Segelfliegen Geld bekomme.

Zum Abschluss noch ein paar fliegerische hard facts:

Lizenz: SPL
Berechtigungen: Sailplane, Powered Sailplane
Startarten: Winch, Aero Tow, Self, Car, Bungee
Sonstiges: Aerobatic

Flugstunden: ~ 500
Starts: ~ 1000
Mustererfahrung: 50 Typen

Vereine: Fliegergruppe Wolf Hirth, Kunstflugförderverein Aufschwung Ost, Segelkunstflugförderverein im BWLV, Segelkunstflug-Förderverein Bayern, ROSC Wasserkuppe

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Danke an Tobias Barth für das Foto!

Mein Flugzeug

Seit dem 5. Januar 2020 bin ich stolzer Teilhaber an einer SZD-59 Acro. Die Haltergemeinschaft  mit meiner Mutter und meinem Stiefvater wird so lange bestehen, bis ich den von ihnen gewährten Familienkredit abgezahlt habe, was voraussichtlich Mitte 2024 der Fall sein dürfte.

Die SZD-59 wurde aus dem Jantar Standard 3 entwickelt und unterscheidet sich von diesem durch eine verstärkte Struktur, ein geändertes Leitwerk und die Flügelteilung bei 13,2 Metern. In der kurzen Version ist sie voll kunstflugtauglich, für alle Figuren zugelassen und darf mit +7 und -5 g belastet werden. Ausgerüstet mit langen Ohren beträgt die Spannweite 15 Meter. Damit gleicht sie in ihren Flugleistungen dem Jantar. Die Gleitzahl liegt dann bei 40, mit maximaler Abflugmasse von 540 Kilogramm wird sie bei 124 km/h erreicht. Die SZD-59 vereint damit volle Kunstflugtauglichkeit und eine noch immer respektable Leistung für den Streckensegelflug.