Charterfliegerei

Anders lässt sich der vergangene Samstag kaum beschreiben, denn mit meinen insgesamt acht Flügen an diesem Tag gehörte der Bocian mit dem Kennzeichen D-6351 quasi mir allein. Hintergrund der Sache war, dass ich am Wochenende zuvor weniger Flüge als die anderen Flugschüler und entsprechenden Nachholbedarf hatte. So widemete sich Uwe Hölling nur mir und meinem momentanen Problem: Start und Landung. Absolut positiv war, dass er bei keinem der Starts eingreifen musste. Den Übergang in die volle Steigfluglage ab 50 Metern habe ich jetzt halbwegs raus, und auch das Halten der Geschwindigkeit klappt ganz vernünftig. Bei einem der Starts erwischte mich eine Thermikböe und ich dachte schon, das Seil sei gerissen. Als der Schlepp dann immer langsamer wurde, brüllte ich einmal „schneller!!“ durch den Funk und kurz darauf hatte ich wieder die richtige Geschwindigkeit, um doch noch 380m rauszuholen. Das Kreisfliegen funktioniert mittlerweile auch ganz ordentlich, obwohl mir die D-6351 dabei weitaus mehr Probleme bereitet als die 3685. Keine Ahnung warum das so ist, aber im letztgenannten Flieger waren die Kreise deutlich sauberer. Auch tendiere ich in letzter Zeit immer wieder dazu, entweder zu langsam oder zu schnell zu fliegen.
Dann gings an die Landungen. Grundsätzlich besteht noch immer das Problem, dass ich die Orientierung in der Platzrunde nicht wirklich drauf habe. Ich weis zwar wo ich bin und wie ich anfliegen muss, aber die Kurven in Abhängigkeit der restlichen Höhe richtig zu setzen, das klappt bei weitem noch nicht. Der Landeanflug selbst wurde im Laufe des Tages stetig besser, und auch den korrekten Punkt zum Abfangen, etwa anderthalb Meter über dem Boden, traf ich zunehmend genauer. Mecker gab es vor allem beim letzten Landeanflug dafür, dass ich viel zu tief über die Straße am Platzrand eingeschwebt kam. Wäre da ein LKW lang gefahren, dem wäre ich glatt durch die Plane gedonnert.

Mittendrin kam ich noch zu der Ehre, mit Uwe zwei Doppelschlepps zu machen. Dabei hängen zwei Segelflugzeuge im Abstand von 25 bzw. 50 Metern hinter dem Schleppflugzeug. Den ersten Start machten wir am kurzen Seil. Wesentlich interessanter war allerdings der zweite, denn da flogen wir am langen Seil und hatten zusätzlich zur Schleppmaschine auch noch den anderen Bocian direkt schräg vor uns. Da Uwe die Starts komplett alleine flog, hatte ich ausreichend Zeit zu fotografieren. Die Bilder werden Ende der woche hier zu sehen sein.

Trotz der reichlichen, berechtigten Kritik war das definitiv einer der schönsten Flugtage in diesem Jahr, da das Wetter insegesamt sehr schön war und ich aufgrund der vielen Flüge meine Fehler direkt im nächsten Versuch korrigieren konnte.

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