Siehe da…

…wenn man die Sprache des Flugzeugs versteht, ist eine angenehme Kommunikation auch dann möglich, wenn man sich noch nicht so lange kennt. Im Klartext heißt das, mit Uwe Hölling als Fluglehrer im Rücken und seinen präzisen Steueranweisungen klappte es heute, dass ich mit dem Flugzeug flog und nicht das Flugzeug mit mir (wobei gerade der Bocian derart gutmütig ist, dass man auch mal alles loslassen kann, ohne dass der Vogel gleich vom Himmel fällt wie ein Stein). Der Geradeausflug funktionierte heute schon deutlich besser als gestern, und Uwes Manöverkritik zufolge hatte ich auch das Korrigieren von Steuerfehlern so langsam raus. Insbesondere die Kombination von Quer- und Seitenruder bedarf etwas Gefühl, da der Bocian auf Querruderausschläge relativ sensibel reagiert, beim Seitenruder aber deutlich kräftigere Tritte in die Pedale notwendig sind. Neben dem Geradeausflug gab es heute erste Einweisungen in den Kurvenflug. Der Windenstart wird mit jedem Mal angenehmer, und auch der Startcheck vor dem Einklinken des Schleppseils sitzt mittlerweile.

Am Morgen kurz nach dem Aufbau wies mich Uwe darüber hinaus in die Vorflugkontrolle ein. Er zeigte mir die Stellen am Geflügel, an denen unbedingt bewegliche Teile, Verbindungsbolzen und Splinte auf korrekten Sitz und Beschädigungen zu überprüfen sind. Vor allem die Anschläge der Ruder bedürfen hier großer Aufmerksamkeit, da es sich beispielsweise mit verklemmtem Höhenruder doch eher bescheiden fliegt. Zum Abschluss der Kontrolle wird der Bocian an einem Flügel richtig durchgeschüttelt, und wenn es dabei nicht knackt, ist es unwahrscheinlich, dass der Flieger in der Luft plötzlich die Ohren anlegt. (laut Uwe hat auf einem anderen Flugplatz mal ein Pilot ein Flugzeug bei dieser Prozedur förmlich zerbrochen).

Für reichlich Aufregung sorgte ein Start von Rolf mit dem Janus, bei dem sich noch während des Schleppens der kleine Bremsfallschirm im Heck löste und öffnete. Das Flugzeug konnte zwar sicher gelandet werden, die Reparatur (wenn man das radikale Entfernen des Schirms so nennen kann) zog sich dann allerdings etwa eine Stunde hin. Am Nachmittag kam auch Motorflugpilot Andreas vorbei, um mit der Wilga zuerst einen Gästeflug und im Anschluss noch einige F-Schleppstarts zu machen.

Sieger in Bezug auf die am Stück geflogene Zeit war heute Bernd Knösing, der mit seiner DG300 über sieben Stunden in der Luft war.

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