Mal zu viel und mal zu wenig…

… und dabei ist beim Steigwinkel das richtige Mittelmaß notwendig. Start und Landeübungen standen heute auf dem Programm, und bei beiden spielt der Neigungswinkel des Flugzeugs um die Querachse die entscheidende Rolle. Bevor es damit allerdings losging, meldete ich mich freiwillige zum Einbau einer Schleppkupplung, da die Flugleitung beschlossen hatte, mit dem Ausräumen aufgrund der noch nicht ganz klaren Wetterlage noch etwas zu warten.
Im Anschluss ging dann der normale Flugbetrieb los, und mit Bernd Knösing als Fluglehrer war wieder eine sehr angenehme und effektive Schulung möglich. Zudem waren nur vier Flugschüler auf dem Platz, so dass fast jeder auf fünf Schulungsflüge kam. Beim ersten Start zog ich gleich zu Beginn viel zu stark an, so dass wir bei einem Seilriss wahrscheinlich heruntergefallen wären wie ein Stein. Auch die Landung klappte beim ersten mal so richtig gar nicht, da ich die Landeklappen anfangs viel zu stark zog und dadurch den Anflug völlig zur Sau machte. Der zweite Start war genau andersrum falsch, denn ich hielt den Knüppel zu lange gedrückt um das Flugzeug am Wegsteigen zu hindern und krachte zweimal mit der Nase auf die Startbahn, bis ich endlich mal zum Steigflug überging. Das Kurvenfliegen klappte relativ gut, und auch die Einteilung der Platzrunde erschließt sich mir so langsam. Auch der zweite Landeanflug war noch ziemlich unsicher und Bernd musste einige Male eingreifen, um uns vernünftig zurück auf die Erde zu bringen.

Nach den ersten beiden Flügen waren die anderen ersmal dran und ich machte mich beim Seilefahren und Flugzeuge schleppen nützlich. Gegen 14 Uhr tauchte auch meine Familie auf dem Flugplatz auf, denn ich hatte meiner Schwester einen Flug zum Geburtstag geschenkt, und das wollte sie jetzt einlösen. Mit Andreas Huth bekam sie einen erfahrenen Fliegerkameraden als Pilot und drehte mit ihm zwei Runden im Janus.

Als ich wieder an der Reihe war, erkärte Bernd mir nochmal genau die Technik beim Starten: Knüppel gedrückt halten, dann in Neutralstellung nehmen und dadurch das Flugezug am Steigen hindern und auf dem Rad rollen. Dann allmählich den Knüppel ziehen und langsam in den Steigflug gehen. Ab etwa 50m den Blick zur Seite raus und bis zum vollen Steigwinkel von etwa 45° ziehen. Im letzten Viertel des Starts wieder langsam in Normalfluglage übergehen, auskuppeln und austrimmen. Eigentlich simpel. Und siehe da, es funktionierte. Es braucht schon etwas Übung, die Fahrt genau zu halten und dann auch noch den Steigwinkel richtig abzuschätzen. Trotzdem liefen diese beiden Flüge deutlich besser ab. Auch die Landeanflüge waren weniger wacklig, da Bernd sehr genaue Steueranweisungen gab. Bei der zweiten Runde kamen wir durch den Wind ziemlich verdreht runter und es bedurfte eines beherzten Trittes ins linke Seitenruderpedal, um das Flugzeug vor dem Aufsetzen in Rollrichtung auszurichten und nicht irgendeinen bösen Unfall zu riskieren. Nach diesem Flug schien auch Bernd etwas zufriedener mit meiner Leistung zu sein.

Gegen 19.00 Uhr kam ich schließlich zum fünften und letzten Flug des Tages. Das Wetter hatte sich derart gebessert, dass jetzt sogar die tiefstehende Sonne zwischen den vielen Wolken hervorkam. Auch der Wind hatte nachgelassen, und zu unserer Überraschung fanden wir sogar noch Aufwinde mit bis zu anderthalb Meter pro Sekunde und kamen bis auf 600m hoch. Dieser Flug dauerte 34 Minuten, und Bernd wies mich nochmal in die korrekten Flugtechniken im Kreis- und Langsamflug ein. Wir beendeten den Tag mit einer langen Landung und rollten als letzter Flieger in die Halle.

Hier noch ein paar Impressionen des Tages

Vor dem Start; im Steigflug

Im Landeanflug; Klappen halb gezogen, nach der Landung

Flugplatzphilosophen; Schwester im Janus; Benz mit Seilhänger

Janus im Wilgaschlepp

In der Luft; Begegnung am Himmel

2 Kommentare zu „Mal zu viel und mal zu wenig…

  1. Sehr freundlich von dir, dass du mich erwähnt hast! 🙂
    War echt ne feine Sache und ich würde es auf jeden Fall wieder machen!
    Leider hatte das Wetter nicht so mitgespielt aber selbst die zwei kurzen Platzrunden hatten einen Eindruck verschafft!

    Grüße von der SCHWESTER!

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