Der Sprung ins kalte Wasser

Ganz so direkt hatte ich mir das dann doch nicht vorgestellt…

Eigentlich wollte ich mir den Fliegerclub Leipzig Taucha nur mal aus der Nähe ansehen und Informationen zu Umfang und Kosten der Segelflugausbildung einholen. Also per Mail einen Termin vereinbart und hingefahren. Der Vorsitzende Uwe Tessmann empfing mich freundlich, führte mich auf der gesamten Anlage herum, zeigte mir alle Einrichtungen, die zum Betrieb eines Segelflugplatzes notwendig sind und beantwortete geduldig meine Fragen. Der Ausbildungsleiter war gerade zum Mittagessen, also machten wir es uns am Ofen im Vereinshaus bequem und Uwe fragte mich etwas über meine Motivation aus. Viel gabs da nicht zu erzählen, lediglich dass ich schon seit drei Jahren in Leipzig bin und neben meinem Studium eigentlich kein ernsthaftes Engagement habe (vom Posten eines Gitarristen bei einer im Wachkoma vor sich hin tüdelnden Geraer Band mal abgesehen). Genau so hatte ich mir das bis dahin vorgestellt, interessanter Verein, nette Leute, periswerte Ausbildung. Abschluss der Entscheidungsphase sollte ein Gästeflug in einem der Segler sein. Versicherungstechnisch leider erst im April möglich. Schade dachte ich schon, muss ich mich wohl gedulden… Als Der Ausbildungsleiter endlich wieder da war, kam Uwe unvermittelt zur Sache: „Sag mal, kann der junge Mann in den Theoriekurs noch einsteigen? So viele Stunden sind doch noch nicht gelaufen oder…? Einige Minuten später saß ich auch schon im Schulungsraum, zusammen mit 5 weiteren „Anwärtern“ und lauschte den Ausführungen über Fluginstrumente, GPS-Navigation und Triebwerkstechniken (nur relevant für Motorsegler).

Kurz nach Ende des Unterrichts, etwa drei Stunden später, pfiff mich der Vereinsvorsitzende Uwe Hölling in sein Büro zur Vorstellung. Kurz darauf stand ich mit Aufnahmeantrag und diversem anderen Papierkram wieder bei Uwe Tessmann in der Werkstatt, wo im Winter die Flieger gewartet werden. Ich bedankte mich für die Führung und den Blick hinter die Kulissen des Vereins. Uwe wusste wahrscheinlich, dass mir sein Namensvetter die Entscheidung über den möglichen Vereinsbeitritt nahezu abgenommen hatte und begrüßte mich als neues Mitglied.

Erst auf der Heimfahrt wurde mir so richtig bewusst, dass es jetzt eigentlich kein Zurück mehr gab. Zwar ist der Antrag noch nicht unterschrieben, aber jetzt einen Rückzieher zu machen wäre doch a weng feige. Außerdem: Warum nicht mal was neues wagen? Wie sagte der Geschäftsführer so schön: Wir hatten Flugschüler, die noch bis zu ihrer praktischen Prüfung regelmäßig ins Cockpit gereiert haben. Aber die haben wir auch durchgebracht…

Na dann, schauen wir was da kommt, die Dokumentation folgt an gleicher Stelle.

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